Das DRI soll dazu beitragen, die Herausforderungen, vor denen die Menschheit im 21. Jahrhundert steht, besser zu verstehen. Wichtig sind dabei die Zusammenschau von zwei großen Herausforderungen und die Analyse ihrer Wechselwirkungen:
Beide Seiten unterliegen der Evolution. So wie geologische und biologische Evolution die Außenwelt prägen und verändern, so existiert auch eine Evolution der Innenwelt des Menschen. In der Geschichtswissenschaft und Anthropologie sind dafür die Ansätze der Mentalitätsgeschichte und der Psychohistorie entwickelt worden. Im Kontext des DRI liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf dem Konzept der Bewußseinsevolution, das insbesondere durch den Schweizer Arzt und Tiefenpsychologen Willy Obrist entwickelt wurde.
Der Schweizer Arzt und Tiefenpsychologe Willy Obrist, geboren 1918, starb 2013. Er publizierte – ausgehend von der Analytischen Psychologie von C.G. Jung – eine Reihe von wegweisenden Werken zum Thema „Evolution des Bewusstseins“. Der Artikel, verfaßt zum Gedenken an Willy Obrist anläßlich seines 100. Geburtstages am 23. Dezember 2018, erläutert die Bedeutung von Obrists Werk.
Erich Neumann hat auf der Grundlage der Tiefenpsychologie nach C. G. Jung in seinem Hauptwerk „Ursprungsgeschichte des Bewusstseins“ die individuelle und die kollektive Evolution des menschlichen Bewusstseins anhand von aufeinander folgenden archetypischen Stadien dargestellt. Der Artikel von G. Walch beschreibt dieses Konzept.