P. Gowin: Quelle und Bedeutung geschichtlichen Wandels

Vortrag auf der 40. Jahrestagung der Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie (GPPP), 27. – 28. Juni 2026.

 

Der Vortrag entwickelt ein vierstufiges Modell geschichtlichen Wandels: politische Ereignisgeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Geistes- und Kulturgeschichte sowie als tiefste Ebene die Evolution des Bewusstseins. Ausgehend vom Werk Willy Obrists wird gezeigt, dass Geschichte nicht nur durch äußere Ereignisse, Institutionen und materielle Entwicklungen vorangetrieben wird, sondern ebenso durch Veränderungen der menschlichen Innenwelt: durch Bewusstseinsinhalte, Werte, Sprache, Selbstbilder und geistige Reifungsprozesse. Die zentrale These lautet, dass viele politische und soziale Konflikte aus der Gleichzeitigkeit unterschiedlicher Bewusstseinshöhen innerhalb derselben Gesellschaft entstehen. Bewusstseinsevolution erscheint damit als eine wesentliche, oft unterschätzte Triebkraft historischen Wandels.

 

Lesen Sie den Vortrag hier nach.