Die Jahrestagung der Gesellschaft für Psychohistorie und politische Psychologie (GPPP) widmet sich vom 27. bis 28. Juni 2026 dem Thema: Kriege verstehen - und was man gegen sie tun kann.
Der für den 28. Juni 2026 vorgesehene Vortrag von P. Gowin (DRI): Quelle und Bedeutung des geschichtlichen Wandels versucht, die hinter der Ereignisgeschichte liegende Tiefenströmung der Bewusstseinsevolution zu beleuchten. Wichtig ist dabei die Zusammenschau von zwei großen Entwicklungsdimensionen in der Geschichte der Menschheit: Auf der einen Seite die materielle oder „Außendimension“ von Geschichte, auf der anderen Seite die psychische Dimension der Evolution des Menschen selber, die „Innendimension“ von Geschichte. So wie geologische und biologische Evolution die Außenwelt prägen und verändern, so existiert auch eine Evolution der psychischen Innenwelt des Menschen. In der Geschichtswissenschaft und Anthropologie sind dafür die Ansätze der Mentalitätsgeschichte und der Psychohistorie entwickelt worden. Im Kontext des Willy Obrist Development Research Institute (DRI) liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf dem Konzept der Bewusstseinsevolution, das insbesondere durch den Schweizer Arzt und Tiefenpsychologen Willy Obrist entwickelt und ausgearbeitet wurde. Krieg und dessen Ursachen können nicht verstanden werden, wenn nur die materielle Dimension von Geschichte (im Sinne von politischer und militärischer Geschichte) betrachtet wird. Erst durch die Betrachtung der psychischen oder Bewusstseinsevolution ergibt sich ein vollständiges Bild.
Das Tagungsprogramm finden Sie hier: www.psychohistorie.de/tagungen/
