Weltparlament: Wir suchen Unterstützer in Österreich

Europatag, Diskussionsveranstaltung und neu gewonnene Unterstützer – Entwicklungen in Österreich

 

Bericht von Lisa Schüller, DRI

 

Als österreichischer Repräsentant der UNPA-Kampagne konnte das Human and Global Development Research Institute (DRI) in den letzten Monaten einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung zum Thema UNPA in Österreich leisten. 

 

Anlässlich des Europatages am 9. Mai lud das DRI gemeinsam mit Europe Direct Wien, Europe United und JEF zu einem Informations- und Diskussionsabend, ganz im Zeichen der Europäischen Union und der internationalen Zusammenarbeit ein. Unter den Vortragenden war auch Andreas Bummel, internationaler Koordinator der UNPA-Kampagne. Sein Vortrag stellte das Konzept eines Parlaments bei der UNO vor und regte gleichzeitig dazu an, über den Tellerrand zu blicken und demokratische Strukturen auf internationaler Ebene zu hinterfragen. Anschließend gab es ausreichend Gelegenheit, sich in entspannter Atmosphäre persönlich mit Andreas Bummel auszutauschen. 

 

Auch im Juni fand eine vom DRI mit Unterstützung von Europe Direkt und dem Europäischen Bildungsinstitut EBI organisierte Veranstaltung zum Thema UNPA statt. Der vierteljährliche „DRI Salon“ widmete sich diesmal der Frage „Warum brauchen wir ein Weltparlament?“. DDr. Peter Gowin, Vorstand des DRI eröffnete den Abend mit einem Vortrag über die Hintergründe, das Konzept und die Vorteile einer parlamentarischen Versammlung bei der UNO. Besonderes Augenmerk legte er hierbei auf zwei entscheidende Fortschritte, die ein solches „Weltparlament“ mit sich bringen würde: Zunächst würde die Ausdehnung demokratischer Repräsentation auf die globale Ebene eine Lücke in der politischen Geschichte füllen. Denn während es demokratisch legitimierte Vertreter auf lokaler, nationaler und regionaler Ebene gibt, so fehlt es an solchen aktuell auf globaler Stufe. Neben der Bedeutung für die globale Politik beleuchtete DDr. Gowin auch jene für die psychosoziale-kulturelle Entwicklung: Ein Weltparlament wäre Ausdruck eines Bewusstseinswandels der Menschheit dahingehend, dass sich der einzelne Mensch als Bürger einer globalen Bevölkerung sieht, die gemeinsam Verantwortung für das Wohl des Planeten übernimmt. Im Anschluss an den Vortrag hatten die geladenen Gäste – eine ausgewählte Gruppe von WissenschaftlerInnen, JournalistInnen und Interessierten – die Möglichkeit, sich im Rahmen einer offenen Diskussion auszutauschen und sich mit Fragen direkt an den Vortragenden zu wenden. Diskutiert wurden unter anderem mögliche Hürden der Umsetzung einer UNPA, die vielen Vorzüge parlamentarischer Institutionen auf nationaler wie internationaler Ebene sowie die Bedeutung kreativer Visionen in der Geschichte der Menschheit. Auch die Frage, ob es erst eines „Schockmoments“, also einer globalen Katastrophe bedarf, um die demokratische Entwicklung der internationalen Gemeinschaft voranzutreiben, wurde diskutiert.

 

Das DRI lädt Interessenten ein, sich zu engagieren. Kontakt über unsere Kontaktseite - wir freuen uns!

 

Mehr zur UNPA Kampagne.

 

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